Touren, Moppetts und so weiter ...

The Fuck for Autobahn Route des Grandes Alpes Tour 2026



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COE - Menton - COE


On the road dabei:

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Oben v. l. n. r.: Udo, Schorsch, Enno
Unten v. l. n. rechts: Oggel, Klaus und Nachzügler Max



1. Tag, Di., 09.06.: COE - Wolfstein


Start: 08:15 h, Ankunft am Ziel: 17:35 h
Fahrzeit: 7:32 h/min
Etwas mehr als 410 km gefahren.

In Lette am EDEKA war Treffpunkt, von hier ging es dann los richtung Dülmen zur A 43. Um das Ruhrgebiet zu überbrücken lagen 60 km Autobahn vor uns. Und zwar im Regen. Da es bei nassem Wetter ja ohnehin keinen Spaß macht, fiel auch die Autobahnetappe nicht allzu schwer. In Gevelsberg ging es dann runter von der BAB, das Wetter wurdfe immer besser und kurz darauf sogar komplett trocken, allerdings blieb es kühl.
In Wipperfürth (laut Ortsschild Hansestadt, wieder was gelernt❗️) wurde dann im Hansekaffee ein Hansekaffee getrunken, Oggel musste noch frühstücken und hat dort ein Brödel gefuttert, dann ging es weiter. Zunächst durchs Bergische Land, dann durch die Osteifel, später ging es dann durch den Hunsrück.
Unterwegs gab es zwischendurch zwei Pausen, in Bad Hönningen wurde mit der Fähre der Rhein überquert.
Wir sind durch Orte gefahren wie Abstoss (dort wurde mit dem Fuß gekickt), Bell (hier wurde gebellt 🥴) und Rhaunen (was war dort? Hier wurde ger(h)aunt), was sonst 😉). In Müden mussten wir uns wachhalten 😜).
Dann waren wir am Tagesetappenziel, der Jugendherberge Wolfstein.
Dort gab es natürlich sofort ein Bierchen, dann wurde eingecheckt, umgeparkt und zu Abend gegessen.
Danach Business as usual: dummes Zeug quatschen und ein paar Bierchen trinken und auf die nächste Etappe vorbereiten (🥱💤).

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2. Tag, Mi., 10.06.: Wolfstein - Orbey (F)


Start: 09:20 h, Ankunft am Ziel: 17:00 h
Fahrzeit: 5:35 h/min
297 km gefahren.

Gegen 09:20 h nach dem Frühstück losgefahren. Wegen Oggels verlustiger Brille nochmal umgedreht. Brille gefunden, die war aber leider vom Bus überfahren worden, also weiter mit Ersatzbrille 🤷‍♂️.
Nach ungefähr 70 km über die grüne Grenze in France eingefahren.
Erste Pause nach ca. 110 km und etwa 2 Stunden Fahrt in einem ranzigen, französischen Kaff in einer Bushaltestelle den ersten Kaffeestop gemacht.
Bisher hatten wir heute anfangs etwas Nieselregen (kein Regenzeug nötig❗️), gegen 12:30 h kam dann sogar die Sonne durch.
Es war aber weiterhin noch recht frisch. Ca. 30 km weiter gab es dann eine Zwangspause.
Petrus, der Wettergott, hatte uns nämlich auserkoren, unsere Moppettklamotten im Regen auszuprobieren, indem er uns einen Regenguss in Verbindung mit einem Donnerwetter spendierte. In weniger als 3 Minuten waren wir alle pladdernass und stellten uns unter. Auf besseres Wetter wartend gab es Brödels, Fleischwurst und Kaffee, die Tassen wurden anschließend mit klarem, französischem Regenwasser gespült.
Ab in die Regenkombis und bei leichtem Nieselregen ging es dann nach über einer Stunde weiter. Der Regen verflüchtigte sich dann aber tatsächlich noch und inklusive einer   Tankpause (Oggel hatte noch Sprit für etwa 20 km) waren wir bis zu unserem heutigen Tagesziel Orbey unterwegs.
Dort wurde in einer Ferienwohnung eingecheckt, 3 von uns fuhren noch Lebensmittel (Spätzle, Hackfleisch vom ganz jungen Hack und Kronenbourg-Dosenbier) aus  13 km Entfernung geholt und dann das erste Bier genossen.
Dann gab es von Klaus mal wieder köstlitsch zubereitetes Abendessen (Nudeln mit Bollo und Salat, für Oggel natürlich eine Extraportion ohne Paprika) und der Abend klang bei ein - 2 Döschen Bier aus.
Fun-Fact am Rande: auf dem Bettdeckenbezug von Oggels Bett fand sich eine schon ältere Bremsspur (O-Ton Oggel: „Lieber Gott, lass es Schokolade sein!).
Wir fanden aber noch ein neues Oberbett und Bezüge, so war das Problem gelöst.
Ach ja, fast vergessen: Moppettwemmsen macht auch bei nassem Straßenzustand richtig Spaß.
Das war heute der zweite Tag im Kurvenparadies, langsam läuft‘s❗️


Tag 3, Do., 11.06.: Orbey - Pontarlier


Start: 09:35 h, Ankunft am Ziel: 15:48 h
Fahrzeit: 4:36 h/min
268 km on the road

Heute blieb es komplett trocken, die Straßen waren noch teilweise feucht. Bei (-) 6 Grad in 1100 M.ü.M. losgefahren. Gefühlt war es
sowieso kälter, aber alle waren gerüstet.
Zügig ging‘s los, ein kurzer Fotostop wurde auf irgendeinem Col du Hastenichtgesehen wurde nach ca. 60 km eingelegt.
Weiter ging die wilde Fahrt, bei ungefähr 120 km gab es dann die erste Tagespause mit Käffchen und einem kleinen Häppchen.
Dann wieder flugs auf die Moppetts und es ging weiter durch das Elsass.
Das reinste Kurvenparadies.
Die Temperaturen stiegen langsam auch und damit auch das Fahrvergnügen.
Ca. 14:20 h gaben dann die nächste Kaffeepause. Udo hatte mal wieder sein Pausenplatzradar eingeschaltet und an einer größeren Straße einen schönen Platz gefunden.
Während wir dort nun unseren Kaffee genossen, rauschte ein rote Speedy vorbei.
Unglaublich, aber wahr: es war Max, der ja heute Morgen gegen halb sechs Mit dem Transporter vom Klaus und dem Moppett hintendrin losgefahren war, um zu uns zu stoßen. Ab Lörrach, wo der Wagen abgestellt wurde, fuhr er dann in Richtung Pontmarlier und wie der Teufel es wollte, trafen wir uns ungefähr 80 km vor dem Ziel und setzten nach Pausenbeendigung gemeinsam unser Fahrt fort. Hammer❗️
Es gab noch einen sportlichen Abbieger, weil wir noch einen LKW überholt hatten und unmittelbar dahinter links abbiegen mussten. Hui❗️
Gegen 16:00 h kamen wir an der Jugendherberge an, allerdings öffnete die Reze erst eine Stunde später. Also abgeladen, die Klamotten im Flur abgestellt und im Hof der Unterkunft die letzten Bierdosen von gestern Abend zur Bekämpfung der Unterhopfungskrankheit eingesetzt, so wurde die Wartezeit sinnvoll überbrückt.
Dann wurde eingecheckt, geduscht und sich landfein gemacht, da wir nämlich in der Jugendherberge kein Abendessen bekommen konnten.
Somit gab es (nach Biereinkauf) einen kleinen Gang in die Innenstadt und dort einen Restaurantbesuch.
Alle kriegten einen Halben Carlsberg und einen Cheeseburger, der wirklich gut geschmeckt hat.
Dann zurück zur Unterkunft, dort noch einige Dosen Kronenbourg und das war‘s für heute.


Tag 4, Fr., 12.06.: Ponttarlier - Seeze


Start: 09:25 h, Ankunft am Ziel: 18:35 h
Reine Fahrzeit: 7:25 h/min
Gefahren: 357 km.

Nach dem Frühstück ging es los in Richtung Séez. Dort sollte uns ein Mobilheim als Unterkunft dienen.
Über 9:10 h/min hat es letztlich gedauert, bis wir dort waren.
Wetter war trocken, später sollte es auch noch sonnig werden. Und warm.
Die ersten Kilometer liefen noch rund, bis zur ersten Umleitung. Das sollte auch den halben Tag so weitergehen.
Der Weg führte uns zunächst in die Schweiz. In einem Ort namens Moudon wurde getankt und wir mussten durch gefühlt hunderte von Kreisverkehren, was ordentlich Zeit gekostet hat.
Dann ging es weiter am Rand von Montreux vorbei, längs des Genfer Sees.
Wieder in Frankreich war die Polizeidichte verdächtig hoch, was wir uns nicht erstmal nicht erklären konnten.
Auch nicht erklären konnte wir uns auch einen Kampfjet über dem See, der in der Nähe eines Kleinflugzeugs flog.
Die Aufklärung kam 3 Umleitungen später: zig Polizisten hielten uns an und schickten uns zurück. Der nächste Ort auf unserer geplanten Route, Evian, war nämlich gesperrt für Otto Normalverkehrsteilnehmer wegen des G7-Gipfels in der Schweiz. Aha❗️
Der Ort war großräumig abgesperrt und zog noch zahlreiche Umleitungen nach sich, die uns letztenendes einige Zeit kosteten, aber uns am Ende nur 25 km mehr kosteten.
Kurz danach machten wir die erste Kaffeepause.
Weiter ging es dann auf das erste Stück der Route des Grandes Alpes.
Die nächste Pause fand dann auf dem Col de Colombien statt.
Auf dem weiteren Weg gab es dann Rollsplit und Bitumenflickerei auf der Straße und diverse Verkehrshindernisse durch unfähige Autofahrer.
Da Max Tankvorrat Aals erstes zu Ende ging, wurde noch ein Tankstopp eingelegt.
Danach war es nicht mehr allzu weit und gegen 18:35 h waren wir endlich da.
Nach Körperpflege und Abendessen klang der Abend aus bei - na was wohl❓Na klar, Kronenbourg Dosenbier❗️


Tag 5, Sa., 13.06.: Seeze - Guillestre


Start:  09:20 h, Ankunft am Ziel: 16.00 h
Heutige Fahrzeit: 4:38 h/min
Gefahrene  km: 270

Der Tag fing schon gut an. Da wir gestern Aben Nix mehr zu futtern gekriegt hatten, sollte morgens eingekauft werden. Pech nur, dass der Supermarché erst um 08:30 h öffnete. Also wurden ein paar belegte Flûtes (kleine Stangenbrote) mitgebracht und es wurde fürstlich gespiesen.
Als Udo sein Handy laden wollte, stellten wir fest, dass die Sicherungen rausgeflogen waren und unser Gruppensparky fand den Fehler heraus, sodass wir weiter Kaffee und Wasser kochen konnten.
Heute passte fast alles.
Col d‘Iseran, Col de Galabiee, col de irgendwas. Haben natürlich unterwegs auch wieder Verpflegungspausen gemacht und natürlich auf den Col(legen)s auch.
Die Route war heute umleitungsfrei. Jedenfalls fast. Ganz am Ende in Guillestre ging es aufmal nicht mehr auf der Route weiter und wegen einer unsauberen Zielprogrammierung landeten wir an der Rezeption eines Campingplatzes.
Da hatte Udo uns schon verloren und irrte im Ort umher. Enno hat ihn dann wieder eingesammelt und die Jugendherberge war in unmittelbarer Nähe des Campingplatzes.
Dort waren mehrere seltsame Gruppen, die machten wahrscheinlich eine Therapie oder etwas ähnliches.
Zum Abendessen gab es für jeden eine Bockwurst, für alle einen Eimer Kartoffelpüree und Möhrensalat mit Brot.
Danach noch eine Käseplatte und Kuchen.
Der Abend klang aus mit - na was wohl? Natürlich Kronenbourg.


Tag 6, So., 14.06.: Guillestre - Menton


Start:  09:25 h, Ankunft am Ziel: 17.30 h
Fahrzeit heute: 5:44 h/min
Gefahrene  Strecke: 283 km

Heute war die Strecke mal wieder länger als das Navi vorberechnet hatte, weil Udo zwischendurch mal nicht der Route folgte, sondern eine kurvenreiche Strecke einbauen wallte.
Abgesehen davon, dass hier in der Gegend so ziemlich alle Straßen viele Kurven aufweisen, handelte es sich hierbei um die Zufahrt zu einem Col de irgendwas (Col de Shit - Scheiß Auffahrt, schöne Abfahrt) deren Fahrbahnqualität schwer zu wünschen übrig ließ und wo es von den kleinen, engen Kurven dann doch deutlich zuviel gab. Auf dem Päßchen angekommen grauste es uns schon vor der Abfahrt.
Da Oggels Navischlüssel ja verloren gegangen war und es nur noch am Moppett aufgeladen werden konnte, hatte er ein Problem. Das versuchsweise nicht aufgeladene Navi funktionierte nicht. Daher wurde der Fahrzeugsteckdosenlader angebracht und zum Laden des Navis während der Fahrt probiert.
Da das Teil permanent Strom zieht, hatte er Schiss, das die Karre nach einem Stopp nicht mehr anspringt. Und richtig genug. Aufgesessen, Zündschlüssel rein, Anlasserknopf gedrückt, und - es passierte nix. Irgendjemand aus unserer Gruppe stellte dann fest, dass man den Schlüssel auch umdrehen muss und siehe da: kaum macht man‘s richtig, schon funktionierts 🤦‍♂️❗️
Die Abfahrt war dann unerwarteter Weise sehr gut ausgebaut und mit neuem Belag versehen (wir vermuteten als Grund des topfebenen Zustands die anstehende Tour de France), sodass die Rutsche herunter vom Pass doch deutlich mehr Spaß machte als erwartet.
Danach stand dann an einer schönen Stelle mit Bänken und Tischen eine Verpflegungspause an, die Enno dazu nutzte, die Sturzbügel seiner 1250‘er GS und den automatischen Notfall-Notruf vom BMW zu testen. Er war schlicht beim Aufsteigen umgekippt.
Dann ging sie weiter, die geniale Kurvenhatz.
Am legendären Col de Turini wurde noch einmal ein Kaffeestop eingelegt, bevor es auf die finale Etappe der heutigen Runde ging.
Kurz vor dem Ziel, der Unterkunft in Menton, befanden wir uns in einer Autoschlange, die zu überholen es sich nicht mehr lohnte. Dann ging es noch 10 Minuten durch dichten Stadtverkehr und wir hatten die Ferienwohnung erreicht.
Ein echtes Highlight, ausgestattet mit zwei großen, kompletten Badezimmern.
In den Doppelzimmern gab es Klimaanlagen wie im Wohnzimmer, eine große Küche und eine tolle Terrasse hatten wir auch.
Sogar eine nutzbare Dachterrasse mit Blick auf das Mittelmeer gab es an dem Gebäude.
Dort verbrachten wir den Abend, nicht ohne zuvor beim Abendessen (leckere Nudeln mit Scampi und Salat) das erste Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der diesjährigen WM zu sehen (D : Curaçao 7:1).
Dann noch Kronenbourg bis kurz vorm Verbrauchen des Vorrats und ab in die Falle.


Tag 7, Mo., 15.06.: Menton (stationär)


Aufgestanden: irgendwann.
Reine Saufzeit: mehrere Stunden
Verbrauch/Kopf: unbekannte Literanzahl der Treibstoffart Kronenbourg

Heute war fahrtechnisch Ruhetag. Den hatten wir uns nach ca. 1850 km Gesamtdistanz auch verdient.
Erstmal wurde fürstlich gefrühstückt, Es gab heute für jeden 2 gespiegelte Eier und Leberpastete, lecker war’s. Danach wurde Wäsche gewaschen. Drei Mann der Truppe fuhren mit den Lasteseln zum Supermarché und sorgten für Nachschub aller lebensnotwendigen Mittel. Anschließend ging es an den Strand von Menton. Dort wurde geschwommen bzw. gebadet und in einer Strandbar gab es 6 Halbe für 54 € ( plus 5,- € Trinkgeld). Zurück im Feriendomizil ergötzten wir uns an von Enno zubereiteten halbe Hähnchen❗️
Die Wäsche war inzwischen trocken, sodass  wir unsere Teile herauspuzzlen konnten.
Zum Abendessen gab es heute ein leckeres Risotto (zubereitet von Klaus) und ein großes, gefülltes halbes Hähnchen(Ennos Werk). Anschließend Abendgestaltung.


Tag 8, Di., 16.06.: Menton - Italia (irgendwo im Niemannsland) - Menton

Start: 10:05 h, Rückkehr: 14:15 h
Reine Fahrzeit: 3:09 h/min
Gefahren: 106 km (Abbruch aufgrund der besch… (…eidenen) Straßenverhältnisse

Wetter: sonnig und warm, Sommertemperaturen unten, im Hochland etwas angenehmer kühl.
Nach dem Frühstück mit Spiegeleiern ging es los zur Automatentankstelle am Strand, ganz in der Nähe. Die war gesperrt wegen Wartung.
Also weiter durch Menton. Nach fast 25 Minute und 7 km weiter konnten wir dann endlich tanken, Max war fast trocken.
Dann durch Menton am Meer entlang Rtg. Italien. Es folgte eine längere Etappe mit einem Ort nach dem Anderen, bevor es dann endlich ins Hinterland ging. Auf den schlechtesten Straßen der Welt, wahrscheinlich geht es sogar auf dem Mond besser.
Nachdem Max ein Stachelinsekt in die Kombi geflogen war, gab es einen kurzen Stop.
An der Stelle lag der Hinterradkorflügel von Udos GS plötzlich auf dem Boden. Das Teil hatte sich abgerappelt und war an einem Befestigungspunkt abgebrochen.
Udo vermutete ein Folgeschaden, da er ein paar Tage zuvor über einen großen Stein gefahren war, der möglicherweise den Kotflügel beschädigt hat.
Dann ging es weiter.
Die Straßen wurden nicht besser. An einem Abzweig änderte der inzwischen vorfahrende Schorsch die berechnete Route, da waren die Fahrbahnverhältnisse aber auch nicht besser. Also gab es kurz darauf erstmal eine Kaffee- und Navigationspause.
Für die ersten knapp 58 km hatten wir 1:45 h/min gebraucht.
Das nächste Stück war dann gut fahrbar, allerdings sollte es mit Katastrophen weitergehen.
An einem Abzweig warteten Enno und Oggel auf Klaus, der aber in der erwarteten Ueit nicht kam. Als Oggel meinte, dass es ja wohl zu lange dauere, meldete sich Klaus telefonisch und die beiden mussten umdrehen.
Klaus war wegen eines entgegenkommenden Autos ausgewichen und daraufhin von der Fahrbahn abgekommen. Bei geringer Geschwindigkeit fiel er dann auf die rechte Seite und lag dann in der Bankette. Er blieb unverletzt, das Moppett wurde durch Enno, Oggel und Klaus wieder aufgerichtet und schien auf den ersten ernsthaften Blick keinen Schaden davongetragen zu haben, außer ein wenig Dreck. So konnten wir die Fahrt fortsetzen. Die Straßen waren anfangs etwas besser, was sich aber im Verlauf wieder änderte. Somit wurde beschlossen, zurück zur Unterkunft zu fahren.
Gesagt, getan, Zack waren wir zurück.
Klaus‘ Moppett wurde kurz in Augenschein genommen und dann ging es auf die Dachterasse in den Whirlpool ohne Whirl.
herrlich❗️
Küchenchef Klaus zauberte aus dem Rest Risotto vom Vortag, einigen Kartoffeln, französischen Würstchen und Salat ein wohlschmeckendes Abendessen.
Anschließend wurden die Moppetts noch begutachtet und an Udo Moppett eine fehlende Schraube am hinteren Brmssattel bemerkt, sodass für den nächsten Tag ein Motorradladen ausgesucht wurde, wo wir die Schraube zu kriegen glaubten.


Tag 9, Mi., 17.06.: Menton - St. André les Alpes


Start: 08:55 h, Ankunft: 16:45 h
Reine Fahrzeit: 5:05 h/min
Gefahren: 256 km

Es gab nochmal Spiegelei zum Frühstück und dann ging’s los Richtung Yamaha „Motos Joly“.
Dort konnte die Bremssattelbefestigung repariert werden. Der freundliche Chef wollte nicht mal Geld für die Kaffeekasse annehmen, bat aber darum, dass wir alle seine Firma im Internet bewerten.
Wird zu Hause gemacht❗️
Dann ging es an Monaco und Nizza vorbei in Richtung Grand Canyon du Verdon.
Mit einer Kaffeepause und später noch einem Restaurantstop (für Kaffee und kalte Drinks) wurden die heutigen Straßen und Strecken genossen.
An der Unterkunft, einer recht rustikalen Ferienwohnung angekommen, wurden Moppetts abgepackt, die Betten überzogen und dann ging es mit ‘ner Dose Bier zum Pool.
Dann wurde das Abendessen vor- und zubereitet. Natürlich von Klaus, unserem 4-Sterne-Elektriker. Es gab Spaghetti Carbonara mit einem Bauernsalat. Klasse❗️
Danach Abendgestaltung.


Tag 10, Do., 18.06.: St. André les Alpes - Guillestre


Start: 09:40 h - Ankunft: 15:45 h
Fahrzeit: 4:45 h/min
Zurückgelegte Strecke: 262 km

Nach dem Frühstück wurde aufgerödelt und es ging auf die heutige Etappe. Das Oggel hatte heute einen schlechten Tag, ihn plagten im Tagesverlauf einige Oberschenkelkrämpfe, teilweise beidseitig. Am Ende kamen auch noch Unterarmkrämpfe dazu.
Die üblichen Pausen (Tankstopp, Kleinigkeit zu Mittag futtern und Kaffee trinken) wurden natürlich auch wieder eingelegt.
Diverse Cols wurden befahren, einige Langsamer fahrende Gruppen überholten wir. Auf einem dieser Pässe fing es sogar an zu tröpfeln und kurze Zeit hagelte es sogar. Aber noch wurden wir vom schlechten Wetter verschont.
Nach gut 250 Kilometern ging es dann richtig los. Erst nur ein kurzer Schauer, dann Nix und dann gewitterte es ordentlich. Tapfer bis zur Jugendherberge durchgefahren, dort brauchten wir uns eigentlich nur noch mit Shampoo einreiben. Jedenfalls waren die Klamotten nass.
Wir richteten uns in den selben Zimmern ein wie vor ein paar Tagen, dann fuhren Schorsch und Enno schnell noch Kleinigkeiten einkaufen und dann gab es bei Donnergrollen das erste Bier des Tages, während wir auf das Abendessen warteten.
Nach dem Essen begann dann wieder die übliche Abendveranstaltung.


Tag 11, Fr., 19.06.: Guillestre - Seeze


Start: 09:30 h, Ankunft: 15:20 h
Reine Fahrzeit: 04:31 h/min
Kilometerleistung: 252 km

Es ging ganz gut los und wir kamen zunächst ordentlich voran. Hinter Briançon, in Monêtier-les-Bains, war dann aber unsere Route gesperrt und wir wurden durch die Polizei umgedreht.
Also erfolgte ein größeres Powwow, um die kürzest mögliche Umfahrung zu finden. Es war schnell klar, dass wir nicht über den Col de Galibier fahren konnten. Wir mussten ein paar Kilometer zurück nach Briançon, um über Italien wieder auf unseren vorgeplanten Streckenverlauf zu kommen.
Das hat gut geklagt.
Mittendrin hatte Enno noch ein Erlebnis beim Überfahren eines Felsenstücks mitten auf der Fahrbahn. Das Stück brach in mehrere Teile und flogen hoch, ein annähernd halbfaustgroßes Stück flog 1 Meter neben Oggels Helm vorbei, richtete aber Gott sei Dank keinen Schaden an.
Weiter ging es dann ca. 70 km vor dem Ziel wieder über den Col d‘Iseran.
Die Wettervorhersage für Seeze war nicht so toll, sodass wir keine Pause mehr nach der Abfahrt vom Pass einlegten und dann aber trocken an unserem Mobilheim ankamen.
Glücklicherweise blieb es bis auf ganz wenige Tropfen trocken.
Also Betten beziehen, sich einrichten, Bier und Abendessen einkaufen, duschen (echt schön, kannten die meisten noch gar nicht 😜) und dann gab es Abendessen, Udo grillte, Salat kam (wie immer) von Klaus, dazu Le Pain (Baguette) und Kronenbourg (was sonst?), alles klar. Und dann wieder die klassische Abendgestaltung.


Tag 12, Sa., 20.6.06.: Seeze - Spiez


Start: 09:30 h, Ankunft: 15:20 h
Reine Fahrzeit: 05:36 h/min
Kilometerleistung: 294 km

Nach dem Frühstück wurde aufgesattelt und es hin auf die nächste Etappe.
Nach 20 Kilometern wurde getankt und kurz darauf waren wir in Italien. Hier waren die Straßen bis auf wenige Ausnahmen deutlich besser als an der Mittelmeerküste. Allerdings merkte man am erhöhten Verkehrsaufkommen, dass es Samstag war.
Es waren reichlich Amateureunterwegs, sowohl Autos als auch Zweiräder.
Wie immer machten wir unterwegs Pausen, bei der vorletzten standen wir am Fuß des Großen St. Bernhard (den Kleinen hatten wir schon befahren) und eine große Anzeigetafel zeigte, dass er gesperrt war.
Also mussten wir auf den Tunnel ausweichen, somit war das zwar kürzer, aber natürlich auch nicht so schön.
Zudem kostete der „Spaß“ pro Kopf auch noch 20,- € 😩).
Auf der anderen Seite des Tunnels waren wir dann in der Schweiz und hatten heute damit sowohl Frankreich als auch Italien für den Rest unserer Tour hinter uns gelassen.
An der Grenze wurden wir wie bisher an allen anderen befahrenen Grenzübergängen durchgewunken bzw. überhaupt nicht kontrolliert.
Weiter ging es dann über feine Schweizer Sträßchen, wobei wir uns kurz vor Erreichen unseres Zielortes Spiez noch durch ein Jedermann-Radrennen durchkämpfen mussten.
Es wurde in Spiez nochmal getankt, Benzin war hier deutlich billiger.
Dann erreichten wir die Ferienwohnung. Es sah aus wie ein Mietshaus.
Die Zimmer und das Bad waren in Ordnung, die Küche ein Vollausfall.  Kaum Porzellen, Besteck und vor allem die Ausrüstung zum Kochen war katastrophal. Alle fehlte an allen Ecken und Enden.
Nicht einmal ein Spülbeckenstopfen war vorhanden, so dass wir unter fließendem Wasser spülen mussten. Oje, das gibt schlechte Bewertungen.
Nachdem wir uns eingerichtet und eingekauft hatten, zauberte Klaus mal wieder Spaghetti mit Scampis, hmmm, wie immer ein Genuss 😘.
Nach dem Essen versuchten wir, einen Sender zu finden, der das WM-Spiel D - Elfenbeinküste (möglichst deutschsprachig) übertrug und wir wurden fündig.
Ab 22:00 h sehen wir ein spannendes Spiel mit einem glücklichen Ende für die Nationalmanschaft: 2:1  für Deutschland❗️
Danach ging Max in die Koje, da er um 05:00 h wieder aufstehen wollte, um zurück nach Lörrach zu fahren, wo ja der Transporter von Klaus für seine Heimreise stand.
Bis knapp halb zwei gab es noch Feldschlößchen-Bier und dann ging’s in die Falle.


Tag 13, So., 22.06.: Spiez (stationär)
Keine Fahrzeit.
Keine Kilometer.

Ruhetag. Es wurde lang geschlafen.
Max war bereits früh on the Road, mit Vignette auf der Autobahn nach Deutschland.
Es wurde in Ruhe gefrühstückt (heute mal mit Rührei), anschließend auf dem Balkon gesessen und dummes sowie schlaues Zeugs geredet und dann kümmerten sich Enno, Udo und Schorsch um die Route für den nächsten Abschnitt am Folgetag, von Spiez nach Freudenstadt.
Als das auch passiert war, kam erstmal eine längere Ruhephase 😂.
Dann machten wir uns auf zum Thunersee.
Auf dem Weg zu einer öffentlichen Badestelle gab es zahlreiche Infos zum Lebensraum See und wir kamen an drei lebensgroßen Holzstatuen vorbei, die Fritz, Walter, Helmut Rahn und Sepp Herberger darstellten. Zu jeder Figur, die im deutschen Fußballdress bzw. Trainingsanzug dargestellt waren, gab es eine Infotafel. Dabei lernten wir, dass die damalige Weltmeisterschaft im noch heute bestehenden Hotel Belvedere in Spiez untergebracht war. „Der gute Geist von Spiez“ war wohl damals lt. Herberger mit dafür verantwortlich, dass es im Turnier gut lief und die Mannschaft als Team zusammenwuchs. Interessant❗️
Am See haben Enno und Georg geschwommen, Udo gebadet und Oggel die Füße ins Wasser gehalten, während Klaus die Handtücher be- und die gesamte Aktion überwacht hat.
Zurück zur schlecht ausgestatteten Fewo ging es dann mit Bergwertung.
Dort gab es wie immer lecker Abendessen (die restlichen Spaghetti mit Scampis und mediterranes Hühner Curry. Köstlitsch❗️
Dann folgte noch das WM-Spiel E - Saudi Arabien und die sinnlose Vernichtung fossiler Brennstoffe  in tiefer Perspektivlosigkeit.


Tag 14, Mo., 22.06.: Spiez (CH) - Freudenstadt


Start: 08:15 h, Ankunft: 16:10 h
Fahrzeit: 6:00 h/min
Heutige Kilometerleistung: 330 km

Heute ging es nach dem Frühstück zunächst mal über 25 Minuten durch Schwyzer Stadtverkehr, bis wir in der Schweiz von Ort zu Ort durch jede Menge Zonen fuhren: 70, 50, 30 und dergleichen mehr.
Fahrspaß kam dabei kaum auf.
Nur vereinzelt gab es mal etwas freiere Fahrt und dann waren wir auch schon wieder in Deutschland.
Während der Weiterfahrt nach Freudenstadt fing es irgendwann an, leicht zu tröpfeln und der Himmel verdunkelte sich rechts von uns und es dräute zu Gewittern.
Um sich nicht Vorwürfen ausgesetzt zu sehen, er habe nicht alles getan, um nass zu werden zu verhindern, hielt er an und fragte nach, ob irgendjemand Regenzeug anlegen möchte, was mehrheitlich verneint wurde. Unterwegs lagen bereits Äste und Laub auf der teilweise nassen Fahrbahn und als wir an der für heute Abend georderten Ferienwohnung ankamen, wurden wir gefragt, ob wir sehr nass geworden sind, denn in Freudenstadt hatte es wohl zuvor ein recht starkes Gewitter gegeben, an dem wir wohl so eben vorbeigeschrabbelt sind.
Flugs das Gepäck nach oben in die 2. Etage gebracht, richteten wir uns dort ein. Fünf kalte Bierchen wurden verteilt, etappenweise geduscht und anschließend ging es zur Pizzeria, wo wir mittags telefonisch einen Tisch im Biergarten reserviert hatten. Das Essen war super und wir hatten neben einem Absacker auch alle ein paar Weizenbier, so dass die nötige Bettschwere auch einsetzte.


Tag 15, Di., 23.06.: Freudenstadt - Bingen


Start: 08:40, Ankunft: 15:10 h
Fahrzeit: 4:52 h/min
Entfernung heute: 289 km

Heute ging es im Bereich des Schwarzwaldes noch mal ein kurzes Stück durch das Elsass in Frankreich. Naturgemäß war es insgesamt nicht mehr so kurvig wie in den letzten Tagen.

Pausen (? Capucino von der Wirtin wegen langer Wartezeit aufgrund einer Dysfunktion der Maschine)

Ziel: Jugendherberge Bingen, 130 Kinder reisten gerade ab, daher großes Gewusel vor dem Gebäude. Später kamen dann 60 neue Gäste (Schulkinder einer 2. Grundschulklasse aus Mainz) plus ihre 6 Lehrerinnen.

Essen war dort top, Weizenbier und ein WM-Fußballspiel konnten wir auch noch sehen.


Tag 16, Mi., 24.06.: Bingen - COE/Billerbeck


Start: 08:40 h, Ankunft: 16:10 h
Fahrzeit: 6:02 h/min
Gefahrene Strecke: 327 km

Am letzten Tag unserer Tour, einem der heißesten der gesamten Fahrt, ging es noch einmal über einige schöne Strecken im Westerwald, an der Lahn lang und dann durchs das Bergische Land auf dem Weg zur allerletzten Etappe. Nach ungefähr 110 km gab es nochmal eine Pause. Diesmal mit Überraschung: in den Thermoskannen, die man uns in der Jugendgherberge gefüllt hatte, war kaltes Wasser. Ob man es mit uns der hohen Temperaturen wegen gut gemeint hatte, damit wir uns erfrischen konnten oder ob das einfach nur dusselig war, konnte nicht mehr geklärt werden. Allerdings war Enno so findig, einen Anwohner unseres Pausenplatzes, der zufällig dort gerade sein Fahrzeug geparkt hatte, nach heißem Wasser zu fragen und so konnten wir alle doch noch unerwarteter Weise einen Kaffee genießen.
Dann ging es weiter Richtung Autobahn. Bevor wir diese erreichten, machten wir noch einmal einen Erfrischungsstop. Ein Schild mit der Aufschrift "Biker, gönnt euch mal 'ne Pause" hatte uns angelockt. An einer mit viel Liebe zum Detail verranzten Angelteichanlage mit überschaubarem Getränkeangebot gab es noch einmal zumindest gekühlte Getränke.
Und dann folgte das Unvermeidbare: ca 60 Kilometer Autobahn. Zuerst lief es ganz gut, bis wir kurz vor der Wiegeanlage auf der A 43 so langsam in einen Stau gerieten. Augen zu und mittendurch fuhren wir, bis es am Ende nicht mehr ging und in Stop-and-Go endete. Für die nächsten ein bis zwei Kilometer brauchten wir mehr als eine Viertelstunde, Oggels luftgekühlte Karre heizte sich dabei bis auf 142° C auf, sodass er selbst für die kürzesten Standzeiten im Stau das Moppett immer ausschaltete. Gutgegangen.
Auf dem Pendlerparkplatz an der A 43 in Dülmen, hielten wir noch einmal an und verabschiedeten uns und kurz darauf war die FfA-Tourt 2026 "Route des Grandes Alpes" Geschichte.

Fazit:

Über 4000 Kilometer in 16 Tagen mit 14 Fahrtagen haben wir ca. XX Stunden (!) auf den Moppetts gesessen und sowohl bei der Fahrerei als auch in der restlichen Zeit zusammen viel Spaß gehabt und sind fahrerisch voll auf unsere Kosten gekommen. Nur ein Umfaller und ein kleiner, unverschuldeter Sturz ohne Folgen konnte uns nicht die gute Laune verderben. 2,8 Millionen Kurven sind wir gefahren (minnigens!), kaum Regen hatten wir und die warmen (heißen?) Tage haben wir auch überstanden.
Wir sind allerdings auch zur Erkenntnis gekommen, dass 8 bis 10 Tage Moppettwemmsen auch genug sind. Das wird sicherlich auf die nächste Tourplanung Einfluss haben.
Und mal wieder hat sich bestätigt, dass man heutzutage bei guter Planung der Unterkünfte und Selbstverpflegung inklusive Sprit bei so einer Moppetttour mit ca. 100,- €/Tag/Person auskommt und solche Fahrten damit auch finanzierbar bleiben.